Rubatscher, Karl
Geb. 23.12.12 in Wien als Sohn eines Fleischhauers. Als Staatsbeamter Karriere und zuletzt als Amtrat in der Buchhaltung des Innenministeriums tätig, seit 1932 bei der SS. Bei Kriegsausbruch Meldung zur Waffen-SS, aufgrund fehlender militär. Ausbildung an die Junkerschule kommandiert und mit Wirkung 30.01.41 als Ustuf. d.R. Fhr. eines schw. Granatwerferzuges (ob Einsatz im Westen ist unklar; widersprüchliche Dokumente). Mit Beginn Russlandfeldzug Adjutant I./mot. SS-Gren.Rgt. 8 der 1. (mot). SS-Inf.Brigade. Nach Einsätzen gegen reguläre Truppen, aber vor allem Partisanen bei Bialystok, Slonim, Zwihael und im Pripjet im Sept. 41 EK.II. 1942 Stellungskrieg bei Kursk und hier im März erstmals verwundet. Im Juli 42 mit einer Kpf.Grp. gegen Panzer angetreten, kaperte Rubatscher einen beschädigten T-34 und nahm mit dessen Geschütz den Feuerkampf gegen die restlichen T-34 auf! – hierfür EK.I. Immer wieder als Zug- und Kpn.Chef eingesprungen, wurde Rubatscher im Sept. und Dez. 42 erneut verwundet, wobei er für Erfolge bei Witebesk, Smolensk und Orel als Ostuf. d.R. (09.11.42) im Nov. 42 erfolglos zum DKiG eingereicht wurde. 1943 als Adj. I./SS-Gren.Rgt. 39 immer wieder Bewährung als Stoßtruppfhr. und Fhr. von Alarmzügen – Verleihung der NKSiB. Als im Zuge von schweren Rückzugsgefechten bei Smolensk der Btl.Kdr. ausfiel, übernahm Rubatscher als sein Adjutant das Kdo. und führte die Männer fünf Stunden lang in Nachhut- und Nahkampfgefechten aus einer Umklammerung heraus. Fehlende Funkverbindung und Unterstützung wurde durch bewegliche Kampfführung und kleine Späh- und Stoßtrupps wettgemacht. Hierfür am 27.12.43 Ritterkreuz sowie mit 19.12.43 Beförderung zum Hstuf. d.R. Zu diesem Zeitpunkt schon vierfach verwundet und Inhaber NKSiS. Im Jan. 44 kurze Zeit Btl.Kdr. im SS-Pz.Gren.Rgt. 39 der in Aufstellung stehenden Division „Horst Wessel“, in Folge Kdr. des SS-Pz.Gren.Ersatz-Btl. in Breslau. Ob er 1944/45 wieder an der Front diente, ist unklar. Rubatscher geriet im Mai 45 in US-Gefangenschaft, nach wenigen Wochen entlassen. Er verstarb am 03.08.97 in Wien.