Riehs, Otto

Geb. 12.08.21 in Marienbad/Tschech. Republik als Sohn eines Schneiders, er selbst beim Vater Geselle. Nach RAD im Okt. 40 zum Heer, Ausbildung als Pz.Jäger. 1941 mit dem Inf.Rgt. 55 der 17. ID Garnison in Belgien. Juni 41 Ostfeldzug, Einsatz als Lade- und Richtschütze in der 14. (Pz.Jäger) Kpn., Aug. 41 durch Splitter verwundet. Sept. 41 EK.II, während der Winterschlacht Erfrierungen. Als Obgefr. (01.05.42) Geschützfhr., nach Auffrischung des Rgt. (Chef RK-Träger Oberst Georg Haus) Frühjahr 1943 wieder Russland. Während eines Frontalangriffes einer sowj. Pz.Brigade gegen die Kpn.Stellung tobte ein stundenlanger Feuerkampf zwischen 20 und 300 Metern wobei Riehs 11 Pz abschoss, andere Geschütze 23 weitere. Trotz dem Feinddruck sowie teilweisem Nahkampf in den Pak-Stellungen wurde die Stellung gehalten. Riehs erhielt für diese Tat zuerst das EK.I, dann am 11.10.43 das Ritterkreuz und wurde namentlich im Wm.Bericht genannt! 1943/44 weiterhin als Geschützfhr. im Einsatz, 01.12.44 Feldw., inzwischen ein Pz.Vern.Abz., NKSiB, Verw.Abz.Gold. Nach Verwundung seit Jan. 45 im Erholungsheim Posen - als Stadt zum Frontgebiet wurde Übernahme eines 8,8-cm-Pak-Zuges; schwerverwundet (Kopf und Auge) in sowj. Gefangenschaft geraten, 1949 entlassen. Nach dem Krieg Kraft- und Taxifahrer.