Petermann, Viktor

Geb. 26.05.16 in Weipert/Böhmen, nach Arbeit als Schlosser und Textilarbeiter im Juli 39 Meldung zur Luftwaffe. Ausbildung zum Jagdflieger und 1941 vermutlich selbst als Fluglehrer im Einsatz. Erst ab Juni 42 an der Front, als Uffz. in der 6./JG 52 schnell erste Abschusserfolge und in den Stabschwarm versetzt. Hier zahlreiche Einsätze an der Seite von Assen wie Gollob, Ihlefeld und Hrabak. Nach 37 Luftsiegen (EK.I), im Mai 43 als Rottenfhr. in die 5. Staffel gewechselt, unmittelbar später nach Notlandung im Feindesland nach vier Tagen glücklich durch die Front gekommen. DKiG am 23.07.43 als Feldw., unmittelbar darauf auch EP der Lw.. Auf besonderen Vorschlag Beförderng zum Leutnant und Versetzung in die 6. Staffel. Anfang Juni 43 mit dem Fallschirm im Feindesland gelandet und nach drei Tagen erneut zur Truppe zurückgekehrt! Am 01.10.43 irrtümlich durch eigene Flak abgeschossen und hierbei schwer verwundet - durch Amputation des linken Arms und einer Zehe nicht mehr fronttauglich, im Lazarett für 60 Luftkampferfolge sowie seine großen Erfolge als Jagdbomber (100 Fahrzeuge, 50 Landungsboote, 1 Kanonenboot, 6 Flugzeuge am Boden) am 29.02.44 Ritterkreuz. Nach Verwendung in der Abt. „Kriegswissenschaft“ des OKL nach unzähligen Gesuchen wieder Versetzung nach Russland; hier Stabsdienst in seinem alten JG 52. Jan. 45 durch Hartnäckigkeit zum Chef der 10. Staffel bestellt, schoss Petermann trotz seiner Behinderung vier weitere Gegner ab! Noch beeindruckender ist, dass der Leutnant im März 45 zur Me-262-Ausbildung zugelassen wurde und letzte Feindflüge absolvierte. In 550 Feindflügen (laut anderen Quellen nur 376) 64 anerkannte Luftsiege, mit 01.05.45 noch Oberlt.. Im Mai 45 in US-Gefangenschaft gegangen, aber den Sowjets überstellt – aufgrund seiner Versehrtheit nach drei Monaten entlassen. Petermann war seitdem in der DDR ansässig, als Ingenieur in einem Maschinenwerk tätig und verstarb am 19.05.01 in Freiberg/Sachsen.